Landgasthof Mühlenschenke (Grundmühle)

Die Getreidemühle wurde erstmals 1358 erwähnt. 1957 ist sie bis auf die Grundmauern abgebrannt. 1966 bis 1968 entstand die Mühlenschenke.
Das Räderwerk und Teile des Wasserrades sowie der Mühlkanal sind noch vorhanden, ebenso das Wasserrecht.
Der - nach den heutigen Vorschriften komplizierte - Wiederaufbau ist im Gange.

Bilder

DGM Baden-Württemberg
Deutscher Mühlentag 05.06.2017

Jährlich am DMT von 11 - 21 Uhr Bewirtung, Besichtigung.

Sonstige Aktivitäten

Besichtigung nach Anmeldung.

Öffnungszeiten des Landgasthof:
Montag Ruhetag (außer Feiertags)
Nov. – Apr. Mo. & Di. Ruhetag
ab 11 Uhr durchgehend warme Küche

Geschichte

Im Jahre 1358 wurde die Mühle und wahrscheinlich „sigelspach“ erstmals urkundlich erwähnt. 1393 teilte Engelhard von Hirschhorn sein Erbe unter seinen drei Söhnen auf, wobei Hans von Hirschhorn das Dorf Sigelspach mit der „Mulin zu Schneppenhart“ bekam.
So erschien zum ersten Mal ihr noch heute offizieller gültiger Name – Schnepfenhardter Mühle. Die Siegelsbacher nannten Sie aber „ Grundmühle“ in Anlehnung an die oberen Mühlen.
Sie waren Herrschaftsmühlen und die Müller waren Bestandsmüller beziehungsweise Pächter, die im Jahr 10 Malter sowie 4 Kappaunen und 1 Fasnachtshuhn zu Martini abführen mussten. Die Mühle war eine Bannmühle, was bedeutete, dass die Siegelsbacher Ihr Getreide dort mahlen lassen mussten. Zu der damaligen Zeit wurde das Korn und Mehl mit Eseln transportiert, deshalb der Name Eselsweg im Mühlwald. 
1544 verkaufte Hans von Hirschhorn die Mühle wieder an die Gemeinde. 1634 war der Schwedeneinfall, der viele Dörfer entvölkerte und niederbrannte. 1788 war Joh. Christoph Gooß Müller im Grund. Er errichtete 1814-1819 neue Stallgebäude mit angebautem Wohngebäude.
1842 verkaufte Christian Gooß die Mühle an Christoph Wagenbach. 859 ließ Wagenbach das baufällige Mühlengebäude wieder neu aufbauen.1858 heiratete seine Tochter den Müller Karl Friedrich Sommer. Dessen tatkräftige Unterstützung ist heute noch sichtbar in einem Türsturz eingemeiselt. 1861 kam noch eine Hanfmühle dazu. 1875 wurde die Mühle an Konrad Schuhmann verpachtet. 1880 kam Christoph Seybold als Pächter auf die Mühle, die er 1890 kaufte. 1890 heiratete seine Tochter Anna-Luise den Landwirt Christian Ruckwied aus Biberach, sie erbte die Mühle nach dem Tod ihres Vaters. 2. Generation: Christian Ruckwied leitete die Mühle; das Müllerhandwerk hatte er bei seinem Schwiegervater gelernt. Aus dieser Ehe gingen 9 Kinder hervor. Der Sohn Hermann Ruckwied, gelernter Müller, heiratete 1935 Frieda Hofmann aus Siegelsbach. 3. Generation.  1949 übernahmen Sie die modernisierte 2,5t Mühle. 1955 verstarb Hermann Ruckwied an einer schweren Krankheit.
1957 am 4. Juni zerstörte ein verheerender Großbrand die Ära der Getreidemühle im Schnepfengrund. Das Mühlengebäude brannte bis auf die Grudmauern nieder. Aus wirtschaftlichen und personellen Gründen war ein Wiederaufbau ausgeschlossen. Eine neue Existenz musste gefunden werden. So wurde am 4. Sept. 1958 eine Konzession beantragt und genehmigt. Zu Beginn wurde im Gartenhäuschen Getränke an Wanderer verkauft. 
1995 am 3. August übernahm die 5. Generation das Ruder.Tochter Anette und Ehemann Klaus Schmitt.


Daten
ID 56681
Union DGM Baden-Württemberg
Country Germany
Name Landgasthof Mühlenschenke (Grundmühle)
lat 49.275404
long 9.115601
mID 27985
Postleitzahl 74936
Stadt Siegelsbach
Bundesland Baden-Württemberg
Landkreis Heilbronn
Straße Grundmühle 1
Kontakt Anette Schmitt (DGM-BW), Grundmühle 1 - 74936 Siegelsbach, Tel. (07264) 1744 + Fax 6361.
Internetseite http://www.landgasthof-muehlenschenke.de
Mühlentyp Wassermühle
logo_detail watermill_gone
Mail info@landgasthof-muehlenschenke.de
Mühlenverband DGM Baden-Württemberg
Funktion Langasthof
Interne Nummer 194
Mühlengewässer Mühlbach (Siegelsbach)
Frühere Antriebsart Wasserrad
Frühere Antriebskraft Wasserkraft
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